Schlagwort-Archive: EuGH

Die Woche im kirchlichen Datenschutz – KW29

Das Thema der Woche ist natürlich das Aus für Privacy Shield – lange erwartet, jetzt ist es passiert. Mehr dazu gab es hier im Blog: EuGH kippt Privacy Shield.

Für katholisch.de hat mir der Diözesandatenschutzbeauftragte der NRW-Bistümer Steffen Pau eine erste Einschätzung gegeben. Seine Empfehlung:

»Die kirchlichen Stellen sollten für sich nochmals eine Bestandsaufnahme von den Verarbeitungen personenbezogener Daten machen. Aus diesen Verarbeitungen sind diejenigen genauer anzuschauen, bei denen ein Datenaustausch mit den USA stattfindet. Alle diese Verarbeitungen müssen bezüglich der Auswirkungen des Urteils zur Grundlage der Verarbeitung überprüft werden. Sofern die Datenverarbeitung bisher auf den Privacy Shield gestützt wurde, müssen hier andere Lösungen gefunden werden.«

Steffen Pau, Katholisches Datenschutzzentrum Dortmund
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EuGH kippt Privacy Shield – weitreichende Konsequenzen erwartet

Der Europäische Gerichtshof hat das Privacy-Shield-Abkommen gekippt. In der Entscheidung vom 16. Juli, die die von Max Schrems gegründete NGO »None Of Your Business« (NOYB) veröffentlicht hat, wird Facebook zudem die Nutzung von Standardsvertragsbedingungen zur Ermöglichung von Datentransfers in die USA verboten.

Die Entscheidung wird weitreichende Konsequenzen haben für Dienste und Daten, die in den USA gehostet sind. Dass das Abkommen auf wackligen Beinen steht, haben Datenschutzaktivist*innen schon seit Jahren betont, die Frage war eher wann, nicht ob.

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Die Woche im kirchlichen Datenschutz – KW28

Philipp Greifenstein (Die Eule) kommentiert in seiner aktuellen Folge der YouTube-Reihe zur Digitalen Kirche in Corona-Zeiten den »lieben, lieben Datenschutz«: Der sei von »Angst, technischer Unkenntnis und sehr großer Vorsicht« geprägt. Sein Plädoyer: Die Eigenverantwortung der Menschen ernst nehmen. (Allerdings: Wenn Einwilligungen schon das Allheilmittel wären, wär’s ja schön – aber weder das WhatsApp-Knock-out-Problem mit den automatisch übertragenen Adressbüchern noch die dann immer noch zu erfüllenden Informationspflichten sind damit gelöst.)

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