Das Transparenzproblem des kirchlichen Datenschutzes

Dass Kirchen und Religionsgemeinschaften unter Umständen ein eigenes Datenschutzrecht haben, dürfte zu den weniger bekannten Aspekten des Datenschutzes gehören. Besonderheiten und Probleme des kirchlichen Arbeitsrechts finden sich immer wieder durch medienwirksame Konflikte in der Öffentlichkeit. Das kirchliche Datenschutzrecht dagegen spielt in der Öffentlichkeit in der Regel keine Rolle. Kirchliche Institutionen, die das Datenschutzregime mitgestalten – als Gesetzgeber, als Aufsichtsbehörden und als Gerichte – sind kaum bekannt.

Verschlossene Holztür hinter Torbögen
(Foto von Angelica Teran auf Unsplash, zugeschnitten)

Der Beitrag erschien zuerst in Ausgabe 3/2026 der Datenschutz-Nachrichten.

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Christliches Menschenbild frommt – Wochenrückblick KW 44/2026

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Wochenrückblick Kirchlicher Datenschutz KW 44/2026
(Bildquelle: ali syaaban on Unsplash)
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Warum hat die Nordkirche den Big Brother Award bekommen, Herr Weichert?

Auf die Auszeichnung hätte die Nordkirche wohl lieber verzichtet: Bei den Big Brother Awards 2026 wurde die nördlichste evangelische Landeskirche in der Kategorie Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Die Kirche ist nicht davon überzeugt, dass sie den Award verdient hat, sagte sie kurz nach der Verleihung auf Anfrage.

Thilo Weichert bei seiner Laudatio auf die Nordkirche beim Big Brother Award 2026.
Thilo Weichert bei seiner Laudatio auf die Nordkirche beim Big Brother Award 2026. (Foto: Inflac, CC-BY 4.0, zugeschnitten)

Die Laudatio auf die Nordkirche bei der Preisverleihung hielt Digitalcourage-Vorstand Thilo Weichert. Im Interview macht er nun deutlich, warum er den Preis für gerechtfertigt hält und was er sich von der Kirche wünscht.

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Bayernoffensive – Wochenrückblick KW 43/2026

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Wochenrückblick Kirchlicher Datenschutz KW 43/2026
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Wann greift das Medienprivileg? Dominikus Zettl im Interview

Datenschutz soll die Aufgaben der Medien nicht beeinträchtigen. Daher nehmen die Datenschutzgesetze sich selbst zurück, wenn es um journalistisch-redaktionelle Zwecke geht: Art.­85 DSGVO, § 55 KDG und § 51 DSG-EKD regeln die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Medien so, dass nur noch wenige Abschnitte des Datenschutzrechts gelten.

Titelseite des Medienkompasses des KDSZ Bayern
(Bank Phrom auf Unsplash, KDSZ Bayern; Montage fxn)

In den vergangenen Jahren wurde die Geltung des Medienprivilegs deutlich ausgeweitet: Wurde früher angenommen, dass es nur für Redaktionen gilt, kann es nach der aktuell herrschenden Rechtsauffassung für alle Inhalte gelten, die journalistisch-redaktionelle Zwecke verfolgen. Aussagen kirchlicher Datenschutzaufsichten zum Medienprivileg gab es bisher nur wenige. Nun hat sich das KDSZ Bayern ausführlich mit einem »Medienkompass« dazu geäußert.

Im Interview erläutert der Diözesandatenschutzbeauftragte Dominikus Zettl, wann das Medienprivileg gilt und warum es nicht bedeutet, dass plötzlich alles erlaubt ist.

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Wege und Linien – Wochenrückblick KW 42/2026

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Wochenrückblick Kirchlicher Datenschutz KW 42/2026
(Bildquelle: ali syaaban on Unsplash)
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Kirchenzugehörigkeit ist kein sensibles Datum – wie weit reicht die Ausnahme?

Daten über religiöse Überzeugungen gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Im kirchlichen Datenschutz gibt es eine Ausnahme: Die bloße Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft nehmen KDG wie DSG-EKD explizit aus – damit werden diese Daten wie normale personenbezogene Daten behandelt.

Modernes Taufbecken in einer Kirche
Foto von Joshua Albritton auf Unsplash

Was aber genau sind Daten über die Zugehörigkeit? Neben ganz eindeutigen Fällen gibt es auch Grenzfälle, bei denen es Auslegung braucht, um zu einem Ergebnis zu kommen – der wohl relevanteste Fall ist die Information über einen Kirchenaustritt.

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Zwischentöne – Wochenrückblick KW 41/2026

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Wochenrückblick Kirchlicher Datenschutz KW 41/2026
(Bildquelle: ali syaaban on Unsplash)
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So argumentieren die EuGH-Schlussanträge zum Löschen im Taufbuch

EuGH-Generalanwältin Laila Medina hat ihre Schlussanträge im Fall Bisdom Gent vorgelegt. Damit ist eine wichtige Weiche gestellt in der Frage, ob es ein Löschrecht für Taufbucheinträge gibt. Oft folgt der EuGH seinen Generalanwält*innen – aber eben nicht immer.

Pressemitteilung zu den Schlussanträgen vor dem Gebäude des EuGH
(Bildquelle: Luxofluxo – CC BY-SA 4.0, Link, zugeschnitten; Pressemitteilung EuGH; Montage fxn)

Der Blick in die Schlussanträge zeigt eine sorgfältige Abwägung, die die Rechte der Kirche nicht außer Acht lässt – aber ein Freibrief für das Abschmettern jedes Löschbegehrens findet sich dort nicht. Sollte der EuGH wie die Generalanwältin entscheiden, dürften einige knifflige praktische Fragen auf Kirchen zukommen.

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Auf zum letzten Bericht – Tätigkeitsbericht des KDSZ Dortmund 2025

Jetzt hat der mittlerweile ehemalige NRW-Diözesandatenschutzbeauftragte Steffen Pau doch noch Rechenschaft über sein letztes vollständiges Jahr im Amt abgelegt: Deutlich früher als sonst ist der Tätigkeitsbericht für 2025 schon im Oktober darauf erschienen, und dieses Mal auch ausführlicher als im Vorjahr.

Titelseite des Tätigkeitsberichts 2025 des KDSZ Dortmund

Über die Umstände seines Amtsendes erfährt man weiterhin nichts im Detail, man muss zwischen den Zeilen lesen. Im Vorwort verabschiedet er sich und dankt den Menschen, mit denen er sich fachlich austauschen und vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte. Dank geht nur an die Kolleginnen und Kollegen, nicht an den Verwaltungsrat, die Generalvikare und die Bischöfe.

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