Alles Gute zum Geburtstag! Wochenrückblick KW 21/2022

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Am 24. Mai feierten die kirchlichen Datenschutzgesetze seinen vierten Geburtstag. Aus diesem Anlass hat webtvcampus mit der betrieblichen Datenschutzbeauftragten des Diözesancaritasverbands Köln Anna Keller gesprochen. »Die Menschen sind viel sensibler im Umgang mit ihren Daten geworden«, ist ihre Beobachtung – das merke man an der gestiegenen Zahl der Auskunftsersuchen, aber auch am Verhalten von Beschäftigten. Wie’s zur DSGVO überhaupt kam, zeigt der Dokumentarfilm »Democracy – Im Rausch der Daten«. Den gibt’s kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu sehen.

In der Katholikentagswoche passierte im kirchlichen Datenschutz sonst wenig – wie auch: Die Konferenz der Diözesandatenschutzbeauftragten lädt in Stuttgart auf der Bistumsmeile ein und ist somit beschäftigt – nächste Woche mehr dazu, was dort die Themen waren.

In eigener Sache: Am 2. Juni gibt es von mir in der Fortbildungsreihe für Öffentlichkeitsarbeit im Jugendverband, die das Jugendhaus Düsseldorf zusammen mit dem BDKJ veranstaltet, einen Workshop zu Datenschutz im Jugendverband. Die Anmeldung zu der digitalen Veranstaltung (10 Euro) ist bis zum 31. Mai möglich.

Auf Artikel 91

  • Wired gibt einen Überblick über die Lage der DSGVO im Jahr fünf nach Wirksamwerden – wie zu erwarten war: Das größte Problem ist die Durchsetzung.
  • Bayern hat einen Entschließungsantrag zur zur Evaluierung des Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetzes EU in den Bundesrat eingebracht. Besonders interessant ist die Forderung, die Pflicht zur Benennung eines*r Datenschutzbeauftragten abzuschwächen: »Insbesondere nichtgewerblich tätige Vereine und gemeinnützige Unternehmen sollten von der zusätzlichen nationalen Benennungspflicht ausgenommen werden, soweit Kern ihrer Tätigkeit nicht die Verarbeitung personenbezogener Daten, sondern eine gemeinnützige Dienstleistung ist«, heißt es darin. (Zu den gewünschten Änderungen bei Unternehmen mehr bei Carlo Piltz.)
  • Auf netzpolitik.org schreibt Carla Siepmann über die EU-Pläne zur Chatkontrolle aus Sicht einer Schülerin: »Jedoch bedeutet das Internet heute für mich als Jugendliche nicht nur Gefahr, sondern auch Schutzraum. […] Monatelang mussten Textnachrichten, Telefonate und Gruppenchats das Gespräch auf dem Pausenhof und die Treffen mit meinen Freund:innen ersetzen. Meine alltägliche Kommunikation, von banalen Chats bis zum Austausch von intimsten Details, geschieht über Chatprogramme. […] Dabei vertraue ich darauf, dass die Dialoge und des verschickte Bildmaterial unter uns bleiben. Verwackelte Selfies, Bilder vom Baden am See, Gespräche über den neuen Crush oder Stress mit den Eltern sind privat und sollen das auch bleiben.«

Kirchenamtliches

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