Die Woche im kirchlichen Datenschutz – KW28

Philipp Greifenstein (Die Eule) kommentiert in seiner aktuellen Folge der YouTube-Reihe zur Digitalen Kirche in Corona-Zeiten den »lieben, lieben Datenschutz«: Der sei von »Angst, technischer Unkenntnis und sehr großer Vorsicht« geprägt. Sein Plädoyer: Die Eigenverantwortung der Menschen ernst nehmen. (Allerdings: Wenn Einwilligungen schon das Allheilmittel wären, wär’s ja schön – aber weder das WhatsApp-Knock-out-Problem mit den automatisch übertragenen Adressbüchern noch die dann immer noch zu erfüllenden Informationspflichten sind damit gelöst.)

Aus der Welt

  • Datenschutz als Instrument des Antirassismus: How Privacy Can Become Antiracist
    »Privacy legislation could even be seen as more fundamentally important than the concrete police reforms that are having trouble on their way through Congress, because they would be seen as prevention of abuses by government and private actors against any and all Americans.«
  • Der EuGH hatte über eine Vorlage aus Hessen zu entscheiden: Fällt der Petitionsausschuss des Landtags unter die Auskunftspflichten der DSGVO? Der EuGH sagte ja – eine kontroverse Entscheidung: Ist die Einmischung in das Selbstorganisationsrecht von Landesparlamenten schon wieder ultra vires?
  • Zoom und kein Ende – hatte erst noch die baden-württembergische Datenschutzaufsicht Zoom gelobt, taucht der Dienst jetzt mit einer roten Ampel beim Berliner Pendant auf. Und auch die Saga Berlin v. Teams geht weiter.
  • Recherchen von netzpolitik.org zeigen das Missbrauchspotenzial von PimEyes, einer kostenlosen Suchmaschine für 900 Millionen Gesichter. Alle, von denen es Fotos im Internet gibt, könnten schon Teil ihrer Datenbank sein.

Kirchenamtliches

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